Jodquellen AG in Bad Tölz
Die Jodquellen AG wurde 1860 gegründet, um die Heilquellen in Bad Tölz zu entwickeln. Über mehr als 150 Jahre wurde die Kur und der Tourismus durch unsere Aktivitäten geprägt - von der Wandelhalle, dem Hotel Jodquellenhof bis hin zum Alpamare. Nun steht eine Neuentwicklung unserer Flächen im Badeteil an - ein vitales Quartier mit Arbeiten, Wohnen, Tourismus und Kultur.
Die Wandelhalle - Herz der Kurstadt
Prägend für die Entwicklung von Bad Tölz als Kurstadt war der Bau der Wandelhalle 1929 durch Anton Höfter. Die grösste Wandelhalle Europas wurde ein starker Anziehungspunkt und führte die Tölzer Kur zu ihrem Höhepunkt in den 50er Jahren. Die Halle war ein "Tempel der Kur" zum Flanieren und Trinken des jodhaltigen Heilwasser. Am Kopf der Halle - im Konzertsaal - spielte ein Streichquartett für die vielen Kurgäste.
Die Wandelhalle wird heute als Produktions- und Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst genutzt, kuratiert von Florian Hüttner und der Galerie für Landschaftskunst.
Europas grösste Wandelhalle
Alpamare - eine Revolution für Tölz
Ein neuer Meilenstein war die Entwicklung von Europas erstem Freizeitbad Alpamare durch Max Anton Hoefter in den 1970er Jahren. Einzigartig war die Kombination von amerikanischen Wasserpark-Attraktionen (Wellenbad, Rutschen, Action-Elemente) mit der europäischen Tradition von Thermen- und Wellness-Bädern. Diese Symbiose aus Spaß, Erlebnis und Erholung machte Alpamare schon früh zu einem Trendsetter unter Erlebnisbädern. Das Alpamare Bad Tölz war nicht nur ein regionaler Publikumsmagnet, sondern prägte das bayerische Freizeitbad-Image über Jahrzehnte.
Aufgrund sinkender Besucherzahlen wegen großer Konkurrenz durch staatlich subventionierte Bäder, mangelnde Entwicklungsperspektive am Standort und gescheiterter Verhandlungen zur Modernisierung wurde das Alpamare Bad Tölz am 30. August 2015 geschlossen.
Revitalisierung des Badteils - der Anfang
Ab 2006 begann die Entwicklung eines lebendigen Quartier mit Wohnen, Arbeiten, Tourismus und Kultur. Start waren die Fontavia Parkvillen, sie waren Impulsgeber zur Revitalisierung des Kur- und Bäderareals, das nach dem Ende der klassischen Kur neuen städtebaulichen und wohnwirtschaftlichen Fokus erhält.
Die Fontavia Parkvillen zeigen, wie hochwertige Wohnnutzung, Denkmalsensibilität und moderne Architektur in Einklang gebracht werden können. Sie stehen exemplarisch für eine nachhaltige Revitalisierung historischer Standorte mit langfristigem Mehrwert für Stadt und Quartier.
Höhepunkte der Kur in Bad Tölz
Tölzer Jodseife.
Ein Stück zum Glück.
In den Tölzer Kuranwendungen wurde die Jodseife u.a. eingesetzt bei unreiner Haut, Akne und Ekzemen.
Noch heute beliebt ist die sogenannte „Seifenfriktion“, vergleichbar mit einer Seifenschaum-Massage in traditionellen Hamams. Bei einer Seifenfriktion wird der ganze Körper mit einem Naturschwamm mehrere Minuten mit Jodseife eingerieben. Diese Massage hat einen belebenden und anregenden Effekt auf die Haut.