Häufig gestellte Fragen
Was Geschieht auf den Flächen der Jodquellen AG im Badeteil?
Die Jodquellen AG hat im Februar 2025 der Stadt Bad Tölz ein Angebot gemacht, das u.a. eine Wiedereröffnung des Hotel Jodquellenhof und die Erhaltung der Wandelhalle für Tagungen, Kultur etc. beinhaltet.
Gibt es Gespräche zwischen der Jodquellen AG und der Stadt Bad Tölz?
Der Vorstand der Jodquellen AG, Dr. Anton Hoefter, führt in regelmässigen Abständen Gespräche mit den politischen Vertretern der Stadt Bad Tölz. Eine strukturierte Reaktion auf das Angebot zur weiteren Entwicklung des Badeteil gab es bisher nicht.
Warum wurde das Alpamare in Bad Tölz geschlossen?
Das Alpamare Bad Tölz wurde 1970 eröffnet und galt als eines der ersten modernen Erlebnisbäder Europas.
Mit Wellenbad, Wasserrutschen, Erlebnisbecken und Wellnessbereichen setzte das Alpamare Bad Tölz neue Maßstäbe für Freizeitbäder in Deutschland. Über Jahrzehnte hinweg zog es hunderttausende Besucher jährlich an und prägte den Familien- und Freizeittourismus weit über die Region hinaus. So wurden Alpamare und Bad Tölz ein Synonym.
Eine Studie der TU München hat nachgewiesen, dass im Schnitt jeder Alpamare-Besucher gleich viel Geld im Bad ausgab wie in der Stadt – für Einkaufen, Essen, etc. Auch bei den Übernachtungen konnte man sehen, dass fast ein Drittel aller Gäste in erster Linie wegen dem Alpamare nach Bad Tölz kamen. Diese Zahlen waren weit besser als in anderen Orten, wo die Bäder oder Thermen ausserhalb des Ortskern stehen. Die Marke Alpamare hat Bad Tölz weitherum über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht.
Als privater Betrieb war das Alpamare das einzige Bad im weiteren Einzugsbereich, dass keine Fördermittel der öffentlichen Hand erhielt.
Durch die Lage im ehemaligen Kur- und heutigen Wohngebiet waren Wachstum, Ausbau und Lärmschutz nur eingeschränkt möglich. Pläne für ein neues Parkhaus sowie für eine verkleinerte, modernisierte „Boutique“-Variante des Bades scheiterten unter anderem an Entscheidungen des Stadtrats.
In Summe führten sinkende Besucherzahlen wegen kommunaler Konkurrenz, hohe Kosten, enge Standortbedingungen und das Ausbleiben kommunaler Unterstützung dazu, dass der Weiterbetrieb des Alpamarenicht mehr wirtschaftlich möglich war.
Was geschieht mit der Wandelhalle in Bad tölz?
Die Wandelhalle wird als Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst genutzt, kuratiert von Florian Hüttner und der Galerie für Landschaftskunst. Die weitere Entwicklung ist Teil des Konzepts, das die Jodquellen AG der Stadt vorgeschlagen hat.
Welche Auseinandersetzungen gibt es zwischen der Jodquellen AG und der Stadt Bad Tölz?
Die Jodquellen AG hat bereits 2013 - auf Wunsch der Stadt und gemeinsam mit der Stadt - einen Rahmenplan erarbeitet, wie die Flächen der Firma im Badeteil entwickelt werden sollen. An diese Vereinbarung hält sich die Stadt nicht, sondern hat verschiedene Bebauungspläne erlassen, die nicht den mit der Joquellen AG besprochenen Zielen entsprechen. Gegen alle Bebauungspläne der Stadt Bad Tölz hat die Joquellen AG erfolgreich Normenkontrollklage erhoben.
BPlan “SO Bäderviertel Mitte” vom 30.1.2018 - vom VGH München am 2.6.2022 für unwirksam erklärt (1 N 19.144)
BPlan “SO Bäderviertel” vom 30.7.2021 - vom VGH München am 4.2.2025 für unwirksam erklärt (1 N 23.1343)
Eine Entwicklung des Badeteils ist nur im Dialog zwischen Grundstückeigentümer und Stadt möglich. Einseitige Planungen der Stadt und eine Verweigerung von konstruktiven Gesprächen zementiert nur den Stillstand.
Welche Auszeichnungen haben Die Fontavia Parkvillen bekommen?
Die Fontavia Parkvillen stehen für hochwertiges Wohnen in einer der geschichtsträchtigsten Lagen von Bad Tölz. Eingebettet in den grünen Herderpark entstanden zwischen 2006 und 2008 drei moderne Stadtvillen, die zeitgemäße Architektur sensibel mit dem historischen Kurviertel verbinden.
Das Ensemble umfasst drei eigenständige Villen mit insgesamt 25 Wohnungen. Die Gebäude sind behutsam in den alten Baumbestand des Parks integriert und nehmen in Proportion, Materialität und Gestaltung Bezug auf die klassische Bäderarchitektur des Ortes. Großzügige Abstände, klare Linien und eine ruhige Formensprache schaffen ein offenes, parkartiges Wohnumfeld mit hoher Aufenthaltsqualität.
Die Architektur der Fontavia Parkvillen wurde mehrfach ausgezeichnet und gilt als beispielhaft für das Bauen im sensiblen historischen Kontext. Sie verbindet zeitlose Eleganz mit moderner Funktionalität und setzt bewusst auf Qualität statt Dichte.
Das Projekt gilt als wichtiger Impuls für die behutsame Weiterentwicklung des ehemaligen Bäderareals.
Auszeichnungen: BDA (Bund Deutscher Architekten) Preis Bayern 2010; Heinze Architekten Award 2010 – 1. Sonderpreis der Jury; Die besten Immobilien Münchens – Real-Estate-Selected-Preistraeger; Die 23 besten Bauwerke in \ aus Deutschland – DAM PREIS FÜR ARCHITEKTUR IN DEUTSCHLAND 2010
Publikationen: Netzwerk Wohnen. Network Living – Architektur für Generationen (Deutsches Architektur Museum); Deutsches Architektur Jahrbuch DAM 2010/1; Wohn Raum Alpen – zeitgenössische Wohnformen, Entwicklungen und Perspektiven von Lebensraum in den Alpen